Viktoriafälle

31 10 2010

beide Orte bei den Fällen, Livingstone auf der Sambia Seite und Vic Falls in Simbabwe, haben außer den Fällen nicht wirklich was zu bieten, die Fälle reichen aber auch, denn sie sind ein wirklich einzigartiges Naturschauspiel.

Der Microlight Flug hat zwar nur ein paar Minuten gedauert, wenn man aber hoch über den Fällen enge Radien fliegt, dabei senkrecht in die Tiefe schaut und jeden noch so kleinen Lufthauch spürt, hinterlässt das Eindruck und man fragt sich schon hin und wieder, ob dieses filigrane Gerät wirklich sicher ist und der Gurtverschluss hält….

Gleich nach dem Flug waren wir beim Devil’s Pool. Von Livingstone Island, eine Insel mitten im Sambesi und direkt an der Abbruchkante, sind wir zum Pool hinüber geschwommen. Die Fließgeschwindigkeit des Sambesis ist oberhalb der Fälle zwar sehr langsam, wenn man aber 30 Meter vor der Abbruchkante mitten im Sambesi schwimmt, vermeintlich gesichert nur durch ein halbherzig gespanntes Seil rund 10 Meter vor der Kante, vertraut man doch besser seinen Schwimmkünsten. Der Pool selber ist recht klein, er ist nur bei relativ niedrigem Wasserstand zugängig und durch eine rund 60 cm. breite Felsmauer direkt an der Kante entstanden. Er ist rund 2 Meter tief und man kann in ihn reinspringen, ohne dass man gleich weggeschwemmt wird. Sehr spannend ist es wenn man an der Felsmauer sitzt und darüber hinausschaut, da gehts nämlich hundert Meter fast senkrecht nach unten und die Mauer sollte besser noch ein wenig halten….Die Guides stehen auf der Mauer und machen Fotos und Videos für die Touris – Sicherung gibt’s natürlich keine. Angeblich haben zwei Touristen auch schon etwas zu weit über die Felskante hinausgeschaut und sind abgestürzt!

Gleich darauf haben wir die Grenze nach Simbabwe passiert, den Bungi Sprung von der Brücke, die den Sambesi überquert, haben wir dann aber doch ausgelassen, ist ja schließlich nur der dritthöchste Bungisprung weltweit und in Südafrika wartet noch der höchste auf uns….und wird wahrscheinlich noch länger warten müssen, bis wir springen! (zwecks der Vollständigkeit und bevor irgendein Kommentar vom Pretti oder Wesep kommt: ebenso wie der zweithöchste in Neuseeland!)

Am nächsten Tag haben wir dann den Lionwalk mit zwei nicht ganz 2 Jahre alten männlichen Löwen gemacht. Das ganze wird von einer NPO organisiert, welche die Löwen züchtet und später auswildern will. Die Löwen sind dementsprechend nicht wild und an Menschen gewöhnt, trotzdem eine spannende Sache!

Alles in Allem waren die Viktoriafälle sehr beeindruckend, wobei die Fälle am besten von der Simbabwe Seite zu besichtigen sind. Simbabwe erholt sich langsam von der letzten Krise und seit der Einführung des US Dollars als offiziell gültiges Zahlungsmittel ist auch die Inflation kein Problem mehr, sodass der Tourismus langsam wieder anspringt und man auch das Gefühl hat, als Tourist sehr willkommen zu sein, die Servicequalität war jedenfalls deutlich besser als überall zuvor.



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